Das
Modell B war zuerst eine zögerliche
Weiterentwicklung des erfolgreichen A-Modells.
Karosseriemäßig
waren kleine Retuschen vorgenommen worden. Die markanteste
Änderung
war der nun gebogene Querträger für die Scheinwerfer bei einigen deutschen B-Modellen und die leicht geneigte Windschutzscheibe.
Viel wichtiger war die Einführung
des revolutionären "Flathead" V8 Motors, mit dem Ford in den USA
nun
den Chevrolet und Plymouth
Sechszylindern endlich wieder Paroli bieten konnte. Äußerlich waren
Vier-
und Achtzylinder kaum voneinander zu unterscheiden.
Der Vierzylinder wurde leicht überarbeitet:
Hauptlager mit größerem Durchmesser,
ein überarbeiteter Zylinderkopf
mit höherer Verdichtung, eine geänderte Vergaser
Bestückung und eine andere Nockenwelle sorgten
nun für
nominell 50 PS bei 2.800 U/Min. In Wahrheit waren es sogar ein
paar PS mehr, doch Ford wollte den Abstand zum größeren V8
wahren. Nur in Europa wurde weiterhin ein Motor mit kleinerer Bohrung angeboten um in den
Ländern, die ihre Kfz-Steuer nach Hubraum oder Steuer-PS
berechnen, die Unterhaltskosten niedriger zu halten.

Modell B Fahrgestell
Etwas über zwei Jahre dauerte es bis die Fertigung der Vierzylindermodelle in Köln selbstständig erfolgte. Ab August 1933 trugen diese Wagen im Markenzeichen den Zusatz: "Deutsches Erzeugnis", um als amerikanischer Hersteller beim neuen Regime auf mehr Wohlwollen zu stoßen. Auch die Modellnamen wurden 1935 'eingedeutscht'. Das Modell Y hieß jetzt "Köln". Aus dem Modell B wurde der "Rheinland" mit längerem Radstand, optischen Retuschen und moderner Ambi-Budd Ganzstahl-Karosserie.
Nun begann die langandauernde Beziehung zur Firma Karl Deutsch in Köln, die bis in die 60er Jahre Cabriolets für Ford schneidern sollte. Drauz in Heilbronn hatte zuvor schon neun Cabriolets auf Modell-B Rahmen gesetzt.
Das Modell B war ein gutes, preiswertes Auto; verfügte aber noch über die für Europa zu großen, amerikanischen Motoren. Zudem galt das hochbeinige Fahrwerk mit Starrachsen und Querblattfedern in Deutschland schon damals als nicht mehr zeitgemäß. Man brauchte dringend ein Konzept, das den Anforderungen des europäischen Markts besser gerecht wurde. Auf Grund der rapide sinkenden Verkaufszahlen von Ford war sogar das gerade neu eröffnete Werk im englischen Dagenham schon wieder von der Schließung bedroht.
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