Panzer-Zerstörer M-10 A1 "Wolverine"

Baujahre: bei Ford Highland Park in Okt. 1942 bis Sept. 1943 1.038 Stück, im Anschluß 675 Stück bei Grand Blanc Arsenal
Motor: Ford GAA Voll-Aluminium 60° V8-Benzinmotor, DOHC, wassergekühlt, 18.029 ccm Hubraum und 500 PS
Besatzung: 5 Soldaten
Panzerung: 13 - 37 mm

M10 Panzer Zerstörer

Nach den großen Erfolgen der deutschen Blitzkrieg Offensiven im Zweiten Weltkrieg wurde den Amerikanern klar, daß sie mit ihrer bisherigen Panzer Strategie auf den Kriegsschauplätzen in Europa und Nordafrika keinen Erfolg haben würden.

Daraufhin wurde 1940 ein Panzerzerstörer Battallion gegründet. Das zunächst dafür eingesetzte M3 Halbkettenfahrzeug erwies sich als ungeeignet und wurde schnell durch den M10 (Wolverine, zu deutsch Vielfraß) ersetzt. Nach einem ersten Prototyp nahmen 1942 Fisher Tank Division (General Motor) und Ford die Serienfertigung auf. Sein Fahrgestell samt den beiden General Motor S6-71 Dieselmotoren wurde praktisch unverändert vom M4 Sherman übernommen. Mit seiner starken 3 Zoll Hochgeschwindigkeitskanone im Drehturm wog der M10 rund 30 Tonnen und erreichte eine Geschwindigkeit von 50 km/h. Die Version mit einem Ford Benzinmotor wurde M10 A1 genannt, kam jedoch nie zum Fronteinsatz sondern wurde nur für Übungsfahrten verwendet. Zudem gab es die britischen "Achilles" und eine unbewaffnete Version zum Ziehen von schweren Geschützen.

Mit 18 Litern Hubraum ist der Ford GAA Motor der größte V8-Benzinmotor, der jemals gebaut wurde. Ursprünglich für militärische Zwecke während des Zweiten Weltkriegs entwickelt, lieferte er ebenfalls zuverlässige Dienste für die Industrie wie etwa auf Ölfeldern, in Zugmaschinen und in Schiffen. Der Vollaluminium-Motor DOHC 60-Grad-V8 mit 32 Ventilen ging 1940 in Produktion und war seiner Zeit meilenweit voraus. Er hatte weder Riemen noch Ketten, stattdessen wurde er mit Zahnrädern angetrieben, um maximale Haltbarkeit zu gewährleisten.

Rund 6.000 M10 wurden von der US-Armee, Kanadiern und der Roten Armee eingesetzt (zuerst 1943 in Tunesien). 1944 wurde die Kanone durch eine stärkere Kaliber 76 ersetzt um die mittlerweile bessere, deutsche Panzerung "knacken" zu können. Größter Schwachpunkt blieb jedoch die von oben ungesicherte M10 Geschützkuppel, feindliche Artillerie hatte hier leichtes Spiel.

Der M36 Jackson "Slugger" war eine Weiterentwicklung des M10 mit besserer Bewaffnung und stärkerer Panzerung sowie einem 500 PS Chrysler Motor, der nicht so schnell Feuer fing.

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