KultTour Bergheim 2025














































































































































































Schlendern zwischen Möbeln, Motoren und Musik

Das Industriegebiet in Zieverich lädt nicht unbedingt zum Träumen ein. Die „KultTour“-Oldtimer-Show und Ausfahrt schaffte wieder einmal genau das und ließ Augen und Autos in der Nachmittagssonne um die Wette glänzen. „Was im Rheinland schon zum dritten Mal stattfindet, ist nach kölscher Sitte bereits Tradition“, freute sich Organisator Peter Orlowski über das gelungene Familien-Event mit verkaufsoffenem Sonntag im Möbelhaus, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Porta-Parkplatz lockte. „Diese Veranstaltung ist aus dem Bergheimer Terminkalender nicht mehr wegzudenken“, lobte auch Bürgermeister Volker Mießeler das Engagement in der Kreisstadt. Mit am Start waren auch der Ford Oldtimer- und Motorsport Club aus Köln und der Mercedes Benz R129 SL Club als Unterstützung. Auf der Bühne bot ab Mittag ein buntes Rahmenprogramm mit Livemusik von Marcel Wirtz, DJ Jascha Breuer und der Kindertanzgruppe Torschwälbchen beste Unterhaltung, an den Verpflegungsständen war die KG Bergheimer Torwache im Einsatz.

Der Plan, vom Frühjahr in den Spätsommer zu gehen, ging voll auf: Rund 100 historische Fahrzeuge waren zur Ausfahrt angemeldet, die dieses Jahr nicht durch die Bergheimer Stadtteile, sondern knapp 63 Kilometer unter anderem durch die verlassenen Dörfer Manheim und Morschenich Richtung Tagebau Hambach führte. Automobillegenden wie ein extrem seltener Packard 1001 Sedan aus den 30-Jahren oder der als Gangsterlimousine bekannte Citroen 11 CV von 1953 reihten sich mit PS-starken Mustangs oder deutschen Kultkarren wie dem Ford Taunus und Capri, liebevoll dekorierten Bullis oder kleinen Käfern mit ein. Mit einem Porsche-Motor unter der Haube war zumindest unter Letzteren ein Wolf im Schafspelz. Um Geschwindigkeit ging es den Teilnehmenden gar nicht, Ziel war es einfach, auf der Fahrt die Landschaft zu genießen. Der Blick über die Tagebaukante führte eindrucksvoll vor Augen, wie sehr sich die Region verändert - Vergangenheit und Zukunft geben sich hier die Hand.

Text: Andrea Floss
Fotos: Fritz Müller, fomcc


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