Fordson
WOT Infantry Truck
Baujahre:
1939-1945 in Dagenham/GB,
Stückzahl rund 60.000
Motor: 3.622 ccm Ford Seitenventil
V8 mit 60-85 PS
Kraftübertagung: 4 Gang Getriebe (WOA:
3-Gang), Hinterrad- bzw. Allradantrieb (Sussex-Conversion)
WOT1
Die
WOT ("war office truck") Baureihe gehört mit ihren
vielen Varianten zu den ersten speziellen Militärfahrzeugen,
die von der britischen Armee in größeren
Stückzahlen
bei verschiedenen Herstellern (Fordson-Ford, Chevrolet, Morris, Guy
Motors, Bedford und Austin) bestellt wurden. Ursprünglich als
"15
cwt Infantry Trucks" mit Faltverdeck und umklappbarer
Windschutzscheibe zur einfacheren Verladung auf zivilem Model-61
Fahrgestell gebaut, wurde die Kabine im Lauf der Jahre immer
komfortabler.
Die Elektrik wurde von anfangs 6 Volt auf 12 Volt umgestellt.

WOT6 der dänischen Armee
- WOT1: geschlossenes, ziviles Führerhaus mit
verschiedenen
Aufbauten für die RAF (Pritsche, Ballonwinde, Ambulanz,
Feuerwehr usw.), Doppelachse hinten
- Baureihe GS (WOT2A und C): offenes Führerhaus
mit Stoffverdeck (auch als Feuerwehrfahrzeug oder mit 20mm Bewaffnung)
- Baureihe WOT2 B und D: Geschlossener Aufbau,
mit offenem Führerhaus.
- WOT2E, F und H (ab 1943): halb geschlossenes
Führerhaus mit einteiliger Windschutzscheibe, Faltverdeck und
Blechtüren.
- WOT6 (Jan.1942 - Sep.1943, ca. 30.000 Stück): Frontlenker Kabine mit zum
Transport abnehmbarem Oberteil und Allradantrieb, drei Tonnen Nutzlast
- WOT8: Wie WOT6 jedoch 1½ Tonnen Nutzlast und
kürzerer Radstand
- Heckmotor CAPLAD Prototyp auf WOT6 Fahrgestell
Die
robusten Fahrzeuge kamen häufig auf englischen
Flugplätzen sowie bei der
Invasion in der Normandie zum Einsatz und wurden später von
den britischen
Besatzungstruppen in Deutschland verwendet. Die Briten
veräußerten
einen Großteil der Fahrzeuge z.B. an die dänische
Armee.
Nach Kriegsende wurden Fordson Fahrzeuge auch von
deutschen Feuerwehren weiter genutzt.
Ab 1942 wurden zudem WOT8 wie auch Ford/Marmon-Herrington HH6-COE4
unter dem "Land-Lease" Vertrag an die Rote Armee geliefert und dort
u.a. für die berüchtigten "Stalinorgel" (Katiuscha)
Raketenwerfer verwendet.
Auf
Basis des
Fordson 62 Chassis und dem starken "30HP" V8-Motor entstanden auch
viertürige Limousinen (WOA 1, WOA 1A), bzw. Kombis (WOA 2, WOA
2A)
in beachtlichen Stückzahlen (ca. 5.000). Ein Abnehmer der
"Heavy
Utility Cars" neben den Militärs waren Feuerwehren. Das "A"
kennzeichnet dabei die 6.50X16" Bereifung anstelle der 9.00X13"
Räder. Ausgerüstet mit 3-Gang Getriebe und
Seilzugbremsen
waren die Fahrzeuge mit ihren zwei Tonnen Leergewicht recht
behäbig zu fahren.
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