Ford D-Serie und N-Serie

Baujahre: 1965-1981 in Henceforth, Southampton und Langley (alle GB), Antwerpen (B), Amsterdam (NL) und Uruguay, Stückzahl 540.000 plus Lizenzbauten als Ebro P-Serie (E), bei Otosan (TR ab 1966) und Hyundai (Süd-Korea).
Motoren: Vierzylinder bzw. Sechszylinder D6 Diesel, D1000: Cummins-Vale V8 Diesel (später Perkins V8.510 als Lizenzbau), in einigen Exportmärkten wurden zudem kanadische Ford Vier- und Sechszylinder Benzinmotoren verwendet
Kraftübertragung: Heckantrieb über 4- bzw. 5-Gang Schaltgetriebe, a.W. 2-Gang Hinterachse

Ford D-Serie Kippkabine
Ford D-Serie Kippkabine

Im März 1965 ersetzt die Ford D-Serie in England den Thames Trader. Erstmals entfiel nun der typische Name Thames für die englischen Nutzfahrzeuge. Rund 750 der modernen D-Serie Frontlenker LKW mit Kippkabine werden im neuen Werk Langley bei London pro Woche gebaut und machen diese Reihe in ihren 15 Jahren Bauzeit zum erfolgreichsten europäischen Ford LKW. Die Pressteile kamen aus Saarlouis und wurden im Transit Werk Southampton verschweißt.
Fünf verschiedene Radstände für die Zweiachs-Version und vier für die Dreiachser stehen zur Auswahl. Das zulässige Gesamtgewicht betrug bis zu 28 Tonnen (je nach Version). Allradantrieb war auf Sonderwunsch möglich.
Als Fahrgestell für Reisebusse fand die D-Serie zumindest in England große Verbreitung, während sich auf dem Kontinent schon die selbsttragende Bauweise durchgesetzt hatte.

Ford N-Serie
Ford N-Serie im Baustelleneinsatz

Im Jahre 1973, also zwölf Jahre nach der LKW Produktionseinstellung in Köln, wurde dieses Segment von Ford in Deutschland wieder bedient. Aus England kamen die mittelschweren N-Serie Nutzfahrzeuge nur für den deutschen Markt ins Angebot (nicht zu verwechseln mit den ameikanischen Ford N-Serie LKWs). Später wurden alle N-Serien in Amsterdam montiert. Das zulässige Gesamtgewicht bewegte sich zwischen 7,0 bis 14,5 Tonnen. Drei verschiedene Radstände von 3,03 bis 5,21 m wurden angeboten. 11 Basistypen standen zur Verfügung: acht Pritschen bzw. Fahrgestelle, zwei Kipper und eine Sattelzugmaschine. Die Vier- und Sechszylinder "Dorset" Diesel leisten 76 - 144 PS. Auf dem europäischen Kontinent war der Erfolg bescheiden, was wohl auch am mangelnden Kundendienstnetz und der starken Konkurrenz lag.

Ford N-Serie 1978
Ford N-Serie 1978

Äußerlich wird nur wenig über die Jahre verändert, so ersetzen Rechteckscheinwerfer die runden Lampen vorne. Der große V8-Diesel D1000 kam 1967 ins Programm und markierte mit bis zu 28 Tonnen als Sattelschlepper den oberen Nutzlastbereich. Besonders bekannt wurde ein D-Serie Dreiachser, als er 1979 anläßlich des Papst-Besuchs in Irland als "Papamobil" eingesetzt wurde.

Für den Papst besuch in Irland wurde 1979 ein "Papamobil" auf D-Serie Basis mit großem Glasaufbau gebaut.

Im März 1981 erscheint schließlich die neue Cargo Baureihe auf dem euopäischen Markt, die die N-Serie ablöst. Allerdings waren die verkauften Stückzahlen im Bereich der mittelschweren und schweren Fahrzeuge für Ford zu gering um am Markt zu bestehen und so entschlossen sich die Verantwortlichen dazu die Lkw-Produktion für Mitteleuropa zum Jahresende 1992 endgültig einzustellen, die europäischen LKW Produktionsstätten übernahm IVECO.

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