Maßgeblich dazu beigetragen haben sich die in Seoul häufig als Taxi eingesetzte A-Modelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam auch in Korea der Verkehr zum Erliegen. Kraftstoff war knapp, so wurden Fahrzeuge für den Betrieb mit Generatorgas umgebaut und Jeeps baute man zu "Shibal" Taxen um.

Hyundai Ford Cortina Mk.
II

Hyundai Ford
Produktpalette
Die Hyundai Motor Company wurde 1967 von zwei Chung Brüdern gegründet um der dominanaten japanischen Automobilindustrie auf dem koreanischen Markt entgegenzutreten. Chung Ju-yung hatte zuvor eine Kfz-Werkstatt betrieben. Im Februar 1968 wird ein Vertrag zur Montage des englischen Cortina Mk.II mit Ford unterzeichnet. Von 1969 bis 1971 wurden insg. 9.290 Cortina montiert um Importbeschränkungen von ausländischen Marken zu umgehen und Abgaben zu sparen. Rund ein Viertel der Teile stammt aus Korea. der sog. "local content" mußte nach Regierungsvorgaben stetig erhöht werden. Ford dominiert fortan den koranischen Markt. Besonders als Taxi wurden die Ford "Koti" häufig eingesetzt, waren aber den koreanischen Straßenzuständen nicht gewachsen. Neben dem Granada Mk.II (4.743 Stück bis Dezember 1985) wurden auch alle späteren Cortina Modelle und ab 1973 bis 1976 auch LKWs vom Typ D750 in Korea montiert. Zudem übernahm Hyundai den Vertrieb des 20m und des Mustang in Südkorea. Für die Montage eines kompletten Autos benötigten die Koreaner nur 80 Minuten, die Jahreskapazität betrug 20.000 Einheiten.

Hyundai Ford Cortina
In
den acht
Jahren konnte Hyundai viel von Ford lernen. So wird Anfang der 70er
Jahre auch mit dem Bau eigener Modelle begonnen, man hatte dazu eigens
viele ehemalige Mitarbeiter von British Leyland angeheuert und
Mitsubishi als neuen Partner gefunden. Der
„Pony“ mit seinem Styling von Giugiaro/ItalDesign aus dem nach nur sechs Monaten Bauzeit fertiggestellten Werk
Ulsan wurde auf Anhieb ein Erfolg und ebnete den Weg für den
Export. Beim auch von Giugiaro entworfenen Cortina-Nachfolger Stellar verwendete Hyundai nun zwar
Motoren des neuen Partners Mitsubishi, doch die Bodengruppe erinnerte
immer noch stark an den Cortina. Auch der Granada Nachfolger Grandeur
ähnelt nicht nur optisch an seinen Vorgänger.

Ford Aspire
Ford
suchte sich einen neuen koreanischen Partner und wurde bei
Kia fündig. Lange stand eine Übernahme der Kia
Automobilsparte durch Ford im
Raum, doch über 19% ist die Beteiligung des amerikanischen
Konzerns zusammen
mit Mazda nie hinausgekommen. Der Kleinwagen Kia Pride
(Lizenzbau des Mazda 121) wurde 1988-1993 als Ford Festiva in
Nordamerika verkauft und später vom Ford Aspire
(baugleich
dem Kia Avella) ersetzt, der dort bis 1997 angeboten wurden. Der Avella wurde in Japan und
Australien wiederum als Ford Festiva vertrieben.
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde Kia Ende 1998 von Hyundai
übernommen.
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